DossierBiodiversität

Täglich verlieren wir Ökosysteme, Arten und biologische Vielfalt – überall auf der Welt und in vielen Fällen für immer. Der Mensch mit seinen Produktions- und Lebensweisen gefährdet die Biodiversität des Planeten in einem Ausmaß, dass die Wissenschaft vom sechsten großen Massensterben spricht. 

Gleichzeitig bringen Technologien der Synthetischen Biologie und neuen Gentechnik zahlreiche Risiken und Herausforderungen für die Regulierung. Wie lässt sich biologische und genetische Vielfalt schützen? Welche Trends bedrohen und zerstören unsere Ökosysteme? Und was hat das mit globaler Gerechtigkeit zu tun? Unser Dossier zeigt aktuelle Entwicklungen und Hintergründe.

Beiträge

Synthetische Biologie

Die Synthetische Biologie (oder Syn Bio) will künstliches Leben erschaffen, um es industriell zu nutzen. Als eine Art "extreme Gentechnik" schreibt sie ganz neue genetische Codes.

Eine gesellschaftliche Debatte darüber wird kaum geführt, gesetzliche Regelungen oder Kontrollen gibt es bisher nicht. Aktuell ist diese Debatte vor allem in der Landwirtschaft virulent.

Wir beleuchten die Risiken, die die Synthetische Biologie für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt birgt.

Synthetische Biologie: Pokerspiel um die Zukunft kleinbäuerlicher Landwirtschaft

Synthetische Biologie: Neue Versprechungen und alte Machtgefüge

Die UN-Biodiversitätskonvention (CBD)

Das Übereinkommen über die biologische Vielfalt ist ein 1993 in Kraft getretenes internationales Umweltabkommen mit 196 Mitgliedsstaaten.

Die Konvention hat drei gleichrangige Ziele: Schutz der biologischen Vielfalt, Nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile, Zugangsregelung und gerechter Ausgleich von Vorteilen, welche aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstehen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung begleitet den CBD-Verhandlungsprozess und ist Mitglied der CBD-Alliance, einem zivilgesellschaftlichen Zusammenschluss.

Publikationen

Forcing The Farm

Der Bericht „Forcing the Farm“ untersucht, welche Anwendungen von Gene Drives in der Landwirtschaft geplant sind. Der Bericht beschreibt, wie Gene Drive-Organismen genutzt werden könnten, um Fliegen, Mücken, Würmer und andere Insekten auszurotten oder Unkräuter empfindlicher für Pestizide zu machen.

Böll.Thema 3/2016: Biologische Vielfalt

Täglich verlieren wir Ökosysteme, Arten und biologische Vielfalt – und das überall auf der Welt. Das neue Böll.Thema zeigt auf, wie wirtschaftliche Akteure die Natur ausbeuten und informiert über erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt.

Extreme Biotech meets Extreme Energy

The extreme genetic engineering industry of Synthetic Biology (Syn Bio) is shrugging off earlier pretensions that it would usher in a clean, green ’post-petroleum’ economy. Now they are partnering with big oil, coal, gas and mining interests. This report details this emerging fossilbiotech alliance.

Reckless Driving: Gene drives and the end of nature

Imagine that by releasing a single fly into the wild you could genetically alter all the flies on the planet. This is the terrifyingly powerful premise behind gene drives: a new and controversial genetic engineering technology that can permanently alter an entire species by releasing one bioengineered individual. Civil society groups are alarmed by this newfound ability to reshape the natural world.

Outsmarting Nature? Synthetic Biology and Climate Smart Agriculture

Many of the world's largest agro-industrial corporations are pushing forward the poorly-defined idea of "Climate-Smart Agriculture"(CSA) to re-market industrial agriculture as 'climate-ready'. This report uncovers how some advocates of CSA are embracing the extreme genetic engineering tools of synthetic biology ("Syn Bio") to develop a set of false solutions to the climate crisis.

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